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Urlaub mafiafrei

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52,6...

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Nix für Wellness-Muffel: Deutschlands schönste Badeorte – und ihre Spezialitäten

A wie Aalen. Die nach antiker Art gestalteten Limes-Thermen tragen dem römischen Erbe der Region Rechnung. Bis zu 36 Grad warmes und fast 14 000 Jahre altes Ther­malwasser ergießt sich in mehrere Gewölbe und Grotten. Revitalisierende Wirkung weist zudem die Vinotherapie auf: Traubenkernessenzen wirken als Fänger freier Radikale.  

B wie Bad Bertrich. Das Städtchen zwischen Mosel und Vulkaneifel ist besonders bei Bewe­gungstherapie-Pa­ti­en­ten sehr beliebt. Grund ist die ein­zige Glaubersalz-Therme Deutschlands, deren naturwar­mes Wasser von 32 Grad bei der Behandlung des Bewe­gungs­apparates hohe Heilungs­erfolge besitzt. Auch bei Bade- und Trinkkuren entfaltet das Thermalwasser eine wohltuende Wirkung.

C wie Celle. Heidschnucken, Fachwerkhäuser und ein Meer an Blüten: Die Lüneburger Heide ist eine der beliebtesten deut­schen Ferienregionen. Im Fürstenhof Celle hält zudem noch eine altindische Lehre Einzug: Ayurveda. Therapeuten mas­sieren erwärmte ätherische Öle in die Haut ein und führen dem dadurch entschlackenden Körper neue Energie zu.

D wie Dresden. Historische Bauwerke, wunder­schöne Auen und interessante Therapien lohnen eine Reise nach Dresden. Auch die  Farblicht­the­rapie im Romantik Hotel Pattis trägt zur Ent­span­nung bei: Wechselnde Farben sti­mulieren in einer Kräuter­dampfgrotte Psy­che und Orga­nismus. Für diese Erkennt­nis bekam Niels Ryberg 1903 den Medizin-Nobel­preis.

E wie Erfurt. Kraft tanken in der Mitte Deutschlands. Die über 1200 Jahre alte Stadt begeistert mit zahlreichen Parks und einer imposanten Vorkriegsarchitektur. Über drei Dutzend Wellness-Einrichtungen sorgen für angenehme Stunden – beispielsweise das Qi Day Spa im Hotel Pullman am Dom mit einer trockenen Massage mit Garshan-Seidenhandschuhen.

F wie Fulda. Die größte Thermal-Landschaft Hessens gibt sich mit regionalen Anwendungen nicht zufrieden. Die Gäs­­te reisen durch sieben separate Wellness-Areale und ler­nen die Badekultur von Asien, Indien, Japan, Arabien, Anda­lusien, Afrika und Mexiko kennen. Spezielle Massagen, Grot­­ten, Dampfbäder oder Saunen, dazu noch auf den jeweiligen Kulturkreis abgestimmte Speisen: Mehr geht kaum.

G wie Grainau. Bereits das atemberaubende Panorama der Zugspitze ermöglicht erholsame Stunden. Das Romantik Hotel Waxenstein sorgt mit einer Digitopressur-Massage für weitere Entspannung. Die sanfte Fingerdruck­behandlung löst Spannungen und setzt neue Energien frei. In Verbindung mit bestimmten ätherischen Ölen sorgt sie zudem für revitalisierte Haut und besitzt Anti Aging-Effekte.

H wie Heiligendamm. Im ältesten Seebad der Republik ging schon früher mit deutschen Aristokraten und russischen Fürsten der europäische Hochadel ein und aus. In der Gegenwart empfängt das Grand Hotel Heiligendamm seine Gäste mit zahlreichen Algen-Therapien und besonders der Hot Stone-Massage: Die Meridiane des Körpers werden mit mehreren heißen und einigen kalten Steinen sanft massiert.

I wie ISERLOHN. Besonders Naturfreunde und Wanderer zieht es häufig in die Stadt zwischen Märkischem Kreis und Sauerland. Eine Ergänzung zu den riesigen Waldflächen und sanften Höhen der Umgebung bietet das Hotel Vier Jahres­zeiten mit seinem Caldarium. Das mit Kräutern und ätherischen Ölen angereicherte Inhalations- und Dampfbad stärkt das Immunsystem, lockert die Muskeln und entgiftet die Haut.

J wie Juist. Die salzhaltige Nordseeluft der autofreien Insel ist ideal für Menschen mit Atembeschwerden und Neuro­dermitis. Das TOP Countryline Nordseehotel Freese geht noch einen Schritt weiter. Neben diversen Thalasso-Anwendungen setzen die Therapeuten unter anderem auf die Craniosacrale Therapie: Schädel und Kreuzbein werden sanft massiert und das vegetative Nervensystem stimuliert.

K wie Klink. Die kleine Gemeinde am Müritzsee beherbergt eine der größten Reha-Kliniken Mecklenburg-Vorpommerns. Eine interessante Wellness-Variante bietet das Schlosshotel Klink an: Im Serailbad, einer Sauna mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit, wird Heilschlamm auf den Körper aufgetragen und in einem Dampfbad wieder aufgeweicht. Das Gewebe wird gefestigt und die Haut besser durchblutet.  

L wie Lüdersburg. Nur eine Dreiviertelstunde von Hamburg entfernt liegt das beschauliche Städtchen mit seinem Schloss und den großen Parks. Bekannt für seine 18-Loch-Golfplätze hat das Hotel Schloss Lüdersburg auch seinen Wellness-Bereich auf diese Klientel abgestimmt. Eine spezielle Golfmassage soll Sehnen und Muskulatur in Nacken, Hüfte, Rücken, Arm und Handgelenken lockern.

M wie Murnau. In einem der südlichsten Kurorte Deutschlands stehen Anwendungen aus aller Welt auf dem Portfolio. So bietet der Alpenhof Murnau neben einem finnischen Kelo-Saunadorf, hawaiianischen und asiatischen Massagetechniken auch Bäder mit Rasul-Heilschlamm an, der schon seit Jahrhunderten in arabischen Ländern für die Körperpflege benutzt wird.

N wie Norderney. Die reine Seeluft der beliebtesten ostfriesischen Insel lockt besonders viele Kurgäste mit Atemwegsbeschwerden nach Norderney. Aber auch in puncto Wellness spielen die Kurhotels ganz vorne mit. Das Strandhotel Georgshöhe beispielsweise setzt auf ­Ghasala: Der Körper des Patienten wird mit Nordafrikanischer Heilerde eingerieben und damit entgiftet.

O wie Oberstaufen. Finnische Saunen, türkische Bäder, asiatische Massagen – die Wellnesshotels der Gegend setzen auf multiple Möglichkeiten zur Entspannung. Das Lindner Hotel & Spa baut zudem auf regionale Tradition: Heublumenbäder mit den Blüten von verschiedenen Pflanzen beruhigen den Magen-Darm-Trakt und lindern die Beschwerden bei Rheuma und Gicht.  

P wie Perl-Nennig. Hier kamen nicht nur die Römer ins Schwitzen. 2003 wurden im Dreiländereck von Deutschland, Luxemburg und Frankreich 40,3 Grad gemessen – deutscher Rekord. Aber auch die Saunalandschaft sowie die Weinpackungen und Körperpeelings im mondänen Hotel Schloss Berg sorgen für wohlige Stunden. Traubenkernöl bessert das Hautbild und fördert die Regeneration.

Q wie Quedlinburg. Die Weltkulturerbestadt im Harz hat nicht nur eine historische Bausubstanz, sondern auch einzigartige Wellness-Behandlungen zu bieten. So treiben Gäste im Hotel Balneolum im warmen Solebad eines Floating-Tanks scheinbar schwerelos umher und verbringen ruhige und angenehme Stunden – medizinisch sinnvoll bei Kreislaufstörungen, Verletzungen oder neurologischen Erkrankungen.   

R wie Rheinsberg. Das kleine Städtchen in der Uckermark ist staatlich anerkannter Erholungsort und begeisterte bereits Größen wie Theodor Fontane oder Kurt Tucholsky. Aber auch Menschen mit Allergien oder Hautproblemen kommen auf ihre Kosten. Im Rokoko-Schloss Rheinsberg der Dynastie Hohenzollern sollen 38 Grad warme Bäder mit Stutenmilchzusätzen Allergikern Linderung verschaffen.  

S wie Schluchsee. Der umgebende Wald sorgt in dem heil­klimatischen Kurort am Ufer des gleichnamigen Sees für ein medizinisches Bioklima. Der Duft von Fichtennadeln liegt ganzjährig in der klaren Luft, was sich besonders positiv auf Atemwegsbeschwerden auswirkt. Im Wellnesshotel Auerhahn gehören deswegen Fichtennadel-Peelings und -Bäder zu den beliebtesten Anwendungen.

T wie Travemünde. Die Heilkräfte des Meeres stehen in dem Ostseebad an vorderster Stelle. Besonders bei der Behandlung von Rheuma oder Hautkrankheiten setzen Dutzende Medical Wellness-Anlagen auf Thalasso-Therapien. So besitzt beispielsweise das Grand Spa A-Rosa Travemünde eine eigene Meerwasserpipeline, die das salzige Wasser in das riesige Thalasso-Zentrum pumpt.

U wie Überlingen. Riesige Obstplantagen sind am Bodensee kein seltenes Bild. Auch Wellness-Hotels wie das Überlinger Parkhotel St. Leonhard setzen bei ihren Anwendungen ganz auf die Kraft der Natur. Zum Beispiel bei Africa Hot Chocolate-Massagen, bei denen die Bestandteile der Kakaobohne wie Riboflavin, Calcium oder Cocoheal für eine verbesserte Wundheilung und Faltenglättung sorgen.

V wie Voerde. Die niederrheinische Kleinstadt empfängt ihre Besucher mit historischen Gehöften und Therapieformen aus Asien. Bei einer Kräuterstempelmassage im Wellnesshotel Niederrhein wird eine individuelle Pflanzen-Mischung in einem kleinen Sack mit heißem Öl getränkt. Anschließend massiert ein Therapeut mit dem Stempel die Haut.

W wie Warnemünde. In den zertifizierten Häusern des Ostseebades gehen die Gäste auf eine heilende Weltreise. Die Yachthafenresidenz Hohe Düne bietet neben thailändischen Massagen, indischem Ayurveda und hawaiianischem Lomi Lomi auch ägyptische Cleopatra-Bäder an, bei denen sich der Patient nach dem Auftragen einer Milch-Öl-Mischung in ein warmes Wasserbett legt.  

X wie Xanten. Vor über 2000 Jahren gründeten die Römer die Bäderkultur im ­niederrheini­schen Xanten und hinterließen sehenswerte Thermen. Genauso alt, aber noch längst nicht aus der Mode ist die chinesische Meditationstherapie Qi Gong, die im nahen Waldhotel Tannhäuschen angewendet wird. Übungen und Atemtechniken sorgen für Entspannung.

Z wie Zingst. Angesichts zahlreicher Kureinrichtungen kommen in dem Ostseebad nicht nur Kranke und Erholungssuchende, sondern auch Wellness-Fans voll auf ihre Kosten. So lösen die Therapeuten im Steigenberger Strandhotel Zingst mit der Dorn/Breuss-Massage Verspannungen und verschobene Wirbel und nehmen mit dieser Technik zudem Einfluss auf die inneren Organe und die Psyche.