Advert

Banner
head_nane3.jpg
Wann Stress droht

Fahren Familien in die Ferien, ist das Packen der Siebensachen die Stressfalle Nummer eins: 39,1 Prozent der Kinder und 36,7 Prozent der Eltern sehen darin den absoluten "Harmonie-Killer".

Weiterlesen...
27 321 ....

... Euro kostet der teuerste Cocktail der Welt im Hotel Burj al Arab in Dubai. Wichtigste Zutat: Der 55 Jahre alte Edelwhisky Macallan, von dem es weltweit nur 420 Flaschen gibt.

Weiterlesen...
Alles fließt

Hektik adieu: Urlaub auf Europas trögen Strömen

Weiterlesen...
Home Reportage Aufmacher Italiens schönste Stopps
Share |
Italiens schönste Stopps PDF Drucken E-Mail

Unterwegs Mal Station machen – abseits der großen Touristenströme: Kaum ein anderes Autoreiseziel bietet eine solche Vielfalt an Kunst, Kultur und Küche. Thomas Cook´s Reisemagazin hat die Top-Stopps zusammengestellt.

Bologna – Kochen lernen Bologna heißt wegen ihrer großartigen Küche auch die „Fette“. Kenner buchen hier ihren Kochkurs – und erfahren dann die Unterschiede zwischen Tortellini, Tortelloni und Tortelli. Beste Antworten liefert zum Beispiel die Cookingschool Bologna (www.bolognacookingschool.com) oder die Bologna Buongusta Kochschule (www.bolognacucina.it). Tipp Einkaufen in der Boutique della sfoglia (Via Ruggi Giuseppe 11). Hier gibt es nicht nur „sfoglia“, also Blätterteig, sondern auch jede Menge frische handgemachte Pasta zum Mitnehmen. Oder gleich zum Schlemmen.

 

Capri – Romantik erleben Und zwar in gut drei Stunden: Der Weg beginnt im Inselzentrum an der Piazzetta – hier dem Schild „Arco Naturale“ folgen. Es geht rauf und runter – vielstufig und mit atemberaubenden Panoramen. Rast im „Le Grotelle“ – danach zur Grotta di Matermania und zum Arco Naturale mit Blick auf die smaragdgrüne See und rüber zu der eigenwilligen roten Villa „Casa Malaparte“ des noch eigenwilligeren Schriftstellers Curzio Malaparte („Kaputt“) auf dem Capo Massullo.

Tipp Villa Monacone. Hier lebte Thomas Manns ungeliebte Tochter Monika ab 1954 über 30 glückliche Jahre mit ihrem Fischer Antonio Spadaro. Wendepunkt ist der Belvedere di Tragara.

 

Florenz – Gärten riechen Der Giardino di Boboli aus dem 16. Jahrhundert ist einer der schönsten Gärten Italiens. Augenweide und Ruhezone hinter dem Palazzo Pitti – mit zauberhaften Laubengängen, Wasserspielen, Teichen, Treppen, Grotten, Amphitheater und einer Parade von Marmorstatuen. Kurzum: Ein begehbarer Bildband des Manierismus bis zum späten Barock – mit Füßen und Sinnen zu streicheln. Tipp Hier in Ruhe den Reiseführer lesen über Dom, Uffizien, Ponte Vecchio, Michelangelo – ganz ohne Gedränge und Warteschlangen.

 

Gardasee – Vorzeit erleben Und zwar bei den Pfahlbauten von Molina di Ledro. Ausgangspunkt der kurzen Tagestour ist Riva di Garda, von dort geht es auf einer der schönsten Alpenpanorama-Routen zum Lago di Ledro. Im Freiluftmuseum „Museo delle Palafitte“ warten dann rekonstruierte Pfahlbauten, deren echte Reste seit 5000 Jahren im See stehen – und von einem Dorf auf einst 15 000 Pfählen zeugen. Tipp Die restaurierte 3600 Jahre alte Piroge aus Tannenholz.

 

Neapel – Margeritha naschen Dafür steht die Pizzeria Port’Alba, gegründet 1738. Wer nicht reservieren will, besucht das Brandi (seit 1780) von Vincenzo Pagnani in der Salita S. Anna di Palazzo 1-2, Ecke Via Chiaia – nur einen Sprung entfernt von der Piazza del Plebiscito oder der Galleria Umberto. Tipp Platz nehmen auf dem kleinen Straßenbalkon im ersten Stock – und eine „Margeritha“ in den Landesfarben Tomaten, Mozzarella und Basilikum bestellen. Die wurde hier erfunden – exakt am 11. Juni des Jahres 1889.

 

Palermo – Ustica besuchen Mal nicht auf die Liparischen Inseln schippern – sondern nach Ustica. Festmachen am Krater dieses Vulkans, der 2000 Meter in die Tiefe reicht – aber nur 240 Meter aus dem Meer ragt. Täglich pendeln mehrere Fähren zwischen Palermo und der vorgelagerten Insel (zwei bis drei Stunden Seefahrt). In dem Naturschutzgebiet ist es garantiert einsam. Tipp Tauchen – es ist eines der besten Reviere landesweit.

 

Pisa – Schieflage vergessen Aufatmen nach dem Parcours durch das Kitschpanorama der Piazza del Duomo: An der Piazza delle Vettovaglie gibt es keine schiefen Gipstürme – und keine schrecklichen Devotionalien der unbarmherzigen Kommerzfolklore. Vor den roten Fassaden und Bogengängen lebt die alternative Szene. Und montags bis freitags ist großer Markt. Tipp Abends relaxt man am besten bei einem Glas Wein und ein paar Häppchen in der Cafetteria del Vettovaglie, tagsüber holt man sich Brot, Wein und natives Olivenöl im Paradiso del Pane.

 

Rimini – Filmkulisse ablaufen Eine wenig bekannte Bilderbuch-Seite des Badeortes ist Borgo San Giuliano: In dem Stadtviertel wurde der weltberühmte Regisseur Federico Fellini (1920-1993) geboren. Hier stehen mit Film-Szenen bemalte Häuser mit Bildern von Fellini, Anthony Quinn, Guiletta Masina – und „e mur de soranom“, die Mauer der Spitznamen wie dem ohrenwehenden Biker Scurezza oder der meckernden Gnorgna. Tipp Einkehren in der Osteria de Borg (montags geschlossen).

 

Rom – Wartezeit umgehen Kenner beginnen ihren Spaziergang auf dem Palatin, und zwar beim Hintereingang in der Via di San Gregorio. Das dort gekaufte Ticket gilt auch fürs Kolosseum – so lassen sich Menschenschlangen umgehen. Der Weg über den Palatin mit der Hütte des Romulus und dem Palast von Kaiser Augustus führt über den Pinien-Hügel direkt in die Via Sacra, die Hauptstraße des beeindruckenden Forum Romanum. Tipp Das Forum dort verlassen, wo die meisten Touristen es betreten, und dann zum Abschluss das Kolosseum besichtigen – wieder ohne Wartezeit.

 

Venedig – Pellestrina aufsuchen Donna Leons Lieblingsinsel lockt mit eigenem Lido, ist schmal, fast zerbrechlich. Nur eine Handvoll Häuser – in Rosa, Gold, Rot, Purpur und auch mal Grün –, ein paar Gassen, eine Kirche und ein kleiner charmanter Platz. Tipp Mittagessen auf herrlich blauer Terrasse über dem Wasser bei bestem Fisch oder Meersfrüchten im Celeste, Sestier Vianelli 625 (mittwochs geschlossen).

 

(Reportage aus Thomas Cook´s Reisemagazin 1/2009)